Dritter Brand eines Asylbewerberheims bzw. Unterkunft von Neuzuwanderern aus Rumänin und Bulgarien in Duisburg innerhalb weniger Wochen

Foto: Udo MilbretDas Duisburger Netzwerk mahnt zur Vorsicht und zur Sorgfalt bei den Ermittlungen

Innerhalb kürzester Zeit haben in Duisburg drei Brände in Unterkünften für Asylsuchende und Roma in Duisburg für Aufsehen gesorgt. Eine gewisse Hellhörigkeit bei den Behörden bleib bislang aus. Vielmehr werden den Bränden auf keinen Fall politisch motivierte Täter zugeordnet. So kam es gestern in den Nachmittagsstunden zu einem Brand im ehemaligen Asylbewerberheim auf der Königstrasse in Walsum. Die recht abgelegene Unterkunft gehörte zu den sieben Standorten, indenen in den nächsten Wochen vor allem Flüchtlinge aus Syrien eine Unterkunft finden sollten. Angesichts der aufgeladenen und in Teilen deutlich rassistischen Stimmung in Duisburg kann aus Sicht des Duisburger Netzwerks gegen rechts  Niemand leichtfertig von einer Zufallsserie sprechen. Eine  lückenlose Aufklärung der Brände ist in dem Zusammenhang dringend erforderlich. Während noch am vergangenen Wochenende dutzende BewohnerInnen des Stadtteils Neumühl begeistert dem Demozug der rechtspopulistischen Gruppe PRO NRW anschlossen und Parolen wie „ Kein Asyl in Neumühl“ skandierten, sahen sich insbesondere die BewohnerInnen des sogenannten „ Problemhauses“ In den Peschen  in den letzten Monaten rechter Hetze und Drohungen ausgesetzt. Einen umfassenden Schutz der Betroffenen seitens der Behörden hat es bislang nicht gegeben. Ein Sprecher des Netzwerkes dazu:“ Politik und Behörden stehen hier in der Verantwortung für das was hier möglicherweise übersehen wird. Der Schutz vor rechten Angriffen sehen wir derzeit in keinster Weise gewährleistet. Aus unserer Sicht ist es leichtfertig und unverantwortlich eine rechtsradikale Motivation der Brände voreilig auszuschließen. Ein Zusammenhang der drei Brände muss schnellstens abgeklärt werden.“

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