Statt geplanter Doppeldemo , kleine Kundgebung von PRO NRW in Neumühl- Rechte Hetze findet kaum Gehör unter den AnwohnerInnen

Am vergangenen Samstag hatte die rechtspopulistische Splitterpartei PRO NRW erneut im Stadtteil Neumühl zu einer Kundgebung aufgerufen. Mit einer TeilnehmerInnenzahl von etwa 70 Personen blieben die rechten Hetzer weit hinter ihren eigenen Ankündigungen zurück. So hatten sie noch im November angekündigt bis zu den Kommunalwahlen jeden Monat in Rheinhausen und Neumühl Demozüge zu organisieren. Während die Demonstration in Neumühl im vergangenen Monat noch von mehreren Dutzend Anwohnerinnen begleitet wurde, war der Zulauf von Seiten der Bevölkerung diesmal verschwindent gering. In Rheinhausen  hatte PRO NRW gänzlich auf eine Anmeldung verzichtet. Ein Sprecher des Duisburger Netzwerks gegen Rechts dazu: „ Die rechte Demo wurde im vergangenen Monat durch erfolgreiche Blockaden unsererseits völlig ins Abseits gedrängt, somit konnten die rechten Parolen schon dort keinerlei Gehör finden.“

Auch in Neumühl hatte die rechte Splitterpartei kaum das zuvor erwartete Publikum erreicht. Das Bündnis Duisburg stellt sich quer hatte erneut zur  Gegenkundgebung aufgerufen und die menschenverachtenden Parolen mit entsprechendem Protest belegt. Eine Sprecherin des Bündnisses erklärt dazu:“ Wir werden es auch in Zukunft nicht zulassen, daß rechtes Gedankengut in Duisburg Gehör findet, werden entsprechend auf weitere rechte Anmeldungen reagieren und Gegenproteste organisieren. Die Stimmung in der Stadt ist in Teilen rassistisch aufgeladen und gerade in Neumühl fallen die Parolen auf fruchtbaren Boden.“

Als äusserst bedenklich empfinden die beiden Sprecher das Verhalten des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage, daß eigens dazu aufgerufen hatte keine Gegenproteste zu organisieren. Man wolle den Rechten die kalte Schulter zeigen. „ Wir halten das schlichtweg für falsch, es kann nicht sein, daß man rechtsradikalem Gedankengut die Straße überlässt. Allein schon die Ergebnisse der Bundestagswahl in Rheinhausen und Neumühl der NPD von über 10% sind alarmierende Signale, die man durch blankes Ignorieren nicht ernst zu nehmen scheint.“, so ein Sprecher des Duisburger Netzwerks gegen Rechts.

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