Lauter und entschlossenener Protest heute vor dem Duisburger Rathaus- PRO NRW, NPD und AfD ziehen zur konstituierenden Sitzung in den Rat ein

Dem Aufruf des Bündnisses Duisburg stellt sich quer waren heute etwa 150 Gegendemonstranten gefolgt um sich dem Einzug der rechten Parteien NPD und PRO NRW, ebenso der marktradikalen AfD mit entschlossenem Protest in den Weg zu stellen.


In provokativer Geste hatte die NPD samt ihrer eigenen Leibgarde kurz vor der Ratssitzung einen eigenen Fototermin auf der Rathaustreppe inszeniert, PRO NRW hingegen lies sich unter polizeilichem Schutz zur ersten Sitzung in Amt und Würden begleiten.
Während die etablierten Ratsparteien mehr hilflos als planvoll noch bis kurz vor der Sitzung an einem angemessenem Umgang mit den Rechten gebastelt hatte, waren die Aussagen vor der Tür eindeutig: Rechte Hetze blockieren- in den Köpfen, auf den Straßen und in den Parlamenten!
Ein Sprecher des Bündnisses dazu: „ Nachdem, insbesondere SPD und CDU über Monate massiv gegen die Zuwanderer aus Süd-Ost Europa gehetzt haben, federführend unterstützt durch die mediale Hetze von WAZ und NRZ, nachdem den betroffenen Zuwanderern noch immer jegliche existentielle staatliche Unterstützung vorenthalten wird, verwundert es nicht, daß die rechten Parteien darin den entsprechenden Nährboden für ihre Propaganda gefunden haben. Eine politisch äußerst bedenkliche Entwicklung, die nur durch ein Umdenken in dieser Stadt zu stoppen ist. Wir werden als Bündnis weitere Aktionen gegen die rechten Hetzer planen und rufen schon jetzt für den 30.6.2014 zu weiteren Protesten vor das Duisburger Rathaus auf, dann wird die erste ordentliche Ratssitzung stattfinden.“

An der Seite der AntifaschistInnen protestierte zum wiederholten Mal die Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz gegen das geplante Factory Outlet Center, für dessen Errichtung die Zinkhüttensiedlung mit ihren 400 Wohnungen dem Erdboden gleichgemacht werden soll. Eine Sprecherin der Initiative:“ In diesem Rathaus wird seid Jahren der neoliberale Stadtumbau forciert, hier wird eine Politik betrieben, die von Größenwahn und Menschenverachtung geprägt ist. Der entschiedene Widerstand aller DuisburgerInnen ist dringend nötig.“

Duisburger Netzwerk gegen Rechts

16.06.2014

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.