Die SPD kümmert’s nicht – Tausende Einwohner ohne Krankenversicherung: Duisburger Stadtteil Marxloh droht soziale Katastrophe. Stadtspitze entzieht sich Diskussion

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Die verheerende soziale Situation im Ruhrgebiet spitzt sich weiter zu. Nachdem erst vor wenigen Wochen offiziell bekannt geworden war, dass allein in Duisburg rund 10.000 Menschen ohne Krankenversicherung leben (siehe jW vom 18.5.2015), hatte die etablierte Politik zugesagt, schnell für Abhilfe zu sorgen. Geschehen ist bisher nichts. So scheinen vor allem der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und sein ebenfalls aus Duisburg stammender Parteifreund, NRW-Innenminister Ralf Jäger, das Problem aussitzen zu wollen.

Um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen, war Anfang dieses Monats sogar Sigmar Gabriel (SPD), Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister, nach Duisburg-Marxloh gekommen und hatte dort das Sozialpastorale Zentrum an der Katholischen Kirche St. Peter besucht. Schon seit November 2014 bietet die Gemeinde dort unter Leitung des gelernten Krankenpflegers und Rettungsassistenten  einmal in der Woche eine kostenlose Gesundheitssprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung an. Durchschnittlich 70 Patienten, manche davon mit schwerwiegenden Erkrankungen, nehmen das Angebot Woche für Woche in Anspruch. Ins Leben gerufen worden war die ohne jegliche finanzielle Unterstützung der Stadt arbeitende Sprechstunde, da immer öfter Beispiele bekannt wurden, das örtliche Krankenhäuser selbst die Behandlung von Notfallpatienten ohne Krankenversicherung verweigerten und diese wegschickten.

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https://www.jungewelt.de/2015/06-18/062.php

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