Der Nahostkonflikt in der Bundesrepublik: Dr. Rolf Verleger über Kriegsgegnerschaft und Antisemitismusvorwürfe

Nahostkonflikt in der Bundesrepublik


Samstag, 7. November um 16:00 Internationales Zentrum der Volkshochschule

Laut Bundeskanzlerin Merkel ist die bedingungslose Unterstützung Israels – egal ob Waffenlieferungen oder politische Rückendeckung bei Besatzung und Krieg – “deutsche Staatsräson”. Wer Kritik an der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik oder der sich dort verfestigenden rassistischen Politik gegenüber den Palästinensern übt, wird nicht nur von Politik und weiten Teilen der Medienlandschaft als Antisemit diffarmiert, sondern auch von vermeintlichen Linken. Darüberhinaus wird Antisemitismus mittlerweile in der Öffentlichkeit als in erster Linie migrantisches bzw. muslimisches Problem dargestellt.

Israel stehe für Aufklärung und Menschenrechte – “die einzige Demokratie im Nahen Osten”, während die Unterstützer der Palästinenser meist als wahlweise rassistische oder “islamistische” und kriegsbefürwortende Judenhasser dargestellt werden. Dr. Rolf Verleger präsentiert in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der Konstanz-Jenaer Studie zu Einstellungen zum Nahostkonflikt, die ein ganz anderes Bild zeichnen.
Dr. Rolf Verleger, Professor für Psychologie und Mitglied der ›Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost‹ ist ehemaliges Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden und hat sich seit dem Überfall auf den Libanon 2006 regelmäßig in kritischer Weise öffentlich mit der israelischen Politik auseinander gesetzt. So hat er sich wiederholt gegen die Vereinnahmung sowohl des Judentums durch den Zionismus als auch der Shoa durch Israel ausgesprochen.

In Kooperation mit: Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Rosa-Luxemburg-Club Duisburg
Unterstützer: Friedensforum Duisburg, Initiativ e.V. Duisburg

https://www.facebook.com/events/494736700684807/

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