Islamfeindlichkeit & Anti-Antifa-Arbeit – Die Machenschaften der Duisburger ›Antideutschen‹

Duisburger AD 2015

Die sog. „antideutschen“ Grüppchen in Duisburg, die sich zuletzt unter dem Label „Gesellschaftskritische Gruppen“ zusammen fanden, glänzten auch in diesem Jahr weitestgehend durch Irrelevanz: Ihre Beiträge zu den politischen Kämpfen in Duisburg bestanden überwiegend aus den üblichen Diffamierungen und Anfeindungen gegen verschiedene antifaschistische Gruppen.

 

So wurde von der Initiative gegen Duisburger Zustände öffentlich behauptet, in einem Redebeitrag auf einer Kundgebung des Duisburger Netzwerks gegen Rechts und DSSQs sei ein die Shoa relativierender Satz gefallen. Dabei handelte es sich allerdings um ein weithin bekanntes Zitat der DÜGIDA-Frontfrau Melanie Dittmer, das in einer Rede eines Aktivisten der Montagsdemo genannt und von den „Antideutschen“ aus dem Kontext gerissen wurde, um die aktiven AntifaschistInnen einmal mehr zu verunglimpfen. Auch einschlägige Blogs wie xtra-news und Ruhrbarone nahmen zum Teil diese Lüge auf, um sich einmal mehr an dieser Stimmungsmache gegen Links zu beteiligen. Sie mussten nach einer Stellungnahme des Netzwerks aber zurückrudern und die Falschheit ihrer Behauptung eingestehen.

Darüberhinaus wurden auch Gruppen aus dem anarchistischen Spektrum unter verschiedene Vorwänden aus diesem Milieu heraus angegriffen.

 

Ausschlaggebend jedoch dafür, dass wir uns überhaupt die Mühe machen, die Machenschaften der Duisburger „Antideutschen“ hier zu erwähnen, waren zwei zutiefst empörende Aktionen.

Am 19. Januar riefen die Grüppchen Crème Critique und „Emanzipatorische Antifa Duisburg“ unter dem Motto „Gegen Volk und Umma“ zu einer Kundgebung auf, während wenige hundert Meter entfernt PEGIDA NRW ebenfalls gegen Muslime hetzte. Damit setzten diese falschen „AntifaschistInnen“ nicht nur den (politischen) Islam mit Rassismus gleich und relativierten letzteren in unerträglicher Weise. Sie sagten auch der Ummah, also der weltweiten Glaubensgemeinschaft aller Muslime, den Kampf an. Diese Aktion war nur ein weiterer Beweis dafür, dass die sog. „Antideutschen“ in ihrer Islamfeindlichkeit den Rechtspopulisten und Islamhassern von Henryk Broder und Thilo Sarrazin bis PRO NRW und PEGIDA in nichts nach stehen!

 

Im Sommer traten diese Gruppen ein weiteres mal in Erscheinung: Das selbsternannte „Bündnis gegen Antisemitismus“ (BgA), das bereits in der Vergangenheit wiederholt durch Rassismus gegenüber Muslimen, AraberInnen, TürkInnen und KurdInnen, durch Kriegshetze und durch Angriffe auf Linke und AntifaschistInnen auf sich aufmerksam machte, outete öffentlich zwei langjährige Antifaschisten und bezeichnete diese als „Kameraden“ und als „antisemitische und sexistische Schläger“. Diese widerliche Aktion war nicht nur eine Form von Rufmord und extrem beleidigend für die Betroffenen, sondern gefährdete die physische Gesundheit der Betroffenen erheblich. Dies insbesondere angesichts der Tatsache, dass sich die neofaschistische Szene in Duisburg zuletzt wieder radikalisierte und es hier zu eben jener Zeit zu mehreren Übergriffen gegen Nazi-GegnerInnen kam.

 

Solche Machenschaften können nicht als „Meinungsverschiedenheiten“ zwischen verschiedenen linken Spektren abgetan werden. Wir sehen damit einmal mehr bestätigt, dass diesen Gruppen, die nicht nur offen rassistisch und kriegsverherrlichend auftreten, sondern auch aktive Anti-Antifa-Arbeit betreiben, keinerlei Toleranz entgegen gebracht werden kann, geschweige denn dass eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit ihnen möglich ist. Vielmehr gilt es, den Rassismus, den Chauvinismus und die Kriegsbegeisterung dieser Gruppen anzuprangern, mit diesen konsequent zu brechen und sie in der politischen Linken zu isolieren!

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