Neonazi-Bombendrohungen gegen Moscheen und die Partei DIE LINKE

Gestern erreichte die Gemeindemitglieder der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh eine Drohmail, in der angekündigt wurde im Eingangsbereich einen Sprengsatz zur Explosion zu bringen. Auch an andere Einrichtungen, wie das Karl-Liebknecht Haus in Berlin (die Zentrale der Partei DIE LINKE), eine Moschee in Mannheim und eine in Mainz wurden entsprechende E-Mails versendet.

Zwei Bombendrohungen waren mit dem Kürzel „C18“ unterschieben, welches für die international agierende militante Neonazi-Gruppierung „Combat 18“ („Kampftruppe Adolf Hitler“) steht. Auf deren Konto gehen zahlreiche rechtsterroristische Anschläge. Außerdem stehen Mitglieder dieser Gruppe unter dem Verdacht den hessischen Ministerpräsidenten Walter Lübcke ermordet zu haben.

Erst vor gut zwei Wochen hatte es Bombendrohungen gegen Moscheen in München und Iserlohn sowie gegen die DITIB-Zentralmoschee in Köln – den bundesweit größten Moscheekomplex – gegeben.

Diese Bombendrohungen zeigen einmal mehr, wie nah die Gefahr des Rechtsterrorismus ist. Der Hass auf Muslime und Geflüchtete ist vielerorts spürbar, dem müssen wir uns entschlossen entgegenstellen.

In Zeiten der Abschottung und Verschärfung der Asylgesetze, Kriminalisierung der Seenotrettung und unzählbaren Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte ist unsere Solidarität und Zusammenhalt mit den Betroffenen rechter Gewalt und Terror gefragt. Auch dieser Fall trifft uns alle und wir wollen handeln.

Gemeinsam können wir uns der rechten Hetze und seinen mörderischen Folgen entgegenstellen. Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ ruft daher am kommenden Freitag, den 26. Juli 2019 um 17:00 Uhr zu einer Protestaktion vor dem Forum auf der Königstraße in der Duisburger Innenstadt auf.

Duisburg stellt sich quer – 23.07.2019

 

https://www.facebook.com/events/348483632736665/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.