Gegen Rassismus – im Ruhrgebiet, Deutschland und weltweit! Solidarität mit den Verdi-Aktiven am UK Essen

Gemeinsame Solierklärung von DSSQ und dem Duisburger Netzwerk gegen Rechts:

strassenstriche (CC BY-NC 2.0) @flickr.com

Seit Wochen gehen in den USA wieder zig tausende Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße. Die Proteste haben weltweit eine Welle der Solidarität ausgelöst. Dabei werden immer auch Parallelen zu den Zuständen in den jeweiligen eigenen Ländern gezogen – zurecht:
In den USA treffen der Rassismus aus Zeiten der Sklaverei zusammen mit einer starken gesellschaftlichen Verrohung infolge krasser sozialer Ungleichheit und einer extrem einflussreichen Waffenlobby. Damit sind die USA aber nur die Spitze des Eisbergs. Rassismus und Gewalt, nicht zuletzt von seiten der Behörden, finden sich auch in anderen Ländern, so auch in Deutschland.
In den letzten 25 Jahren sind hier zahlreiche Menschen infolge von Polizeigewalt zu Tode gekommen – die meisten wurden erschossen, andere wurden körperlich derart misshandelt, dass sie an den Folgen starben, und im Fall Oury Jalloh wurde das Opferhalb tot geschlagen, gefesselt und dann – vermutlich noch lebendig – verbannt. In den wenigsten Fällen wurden die Täter, allesamt Polizisten, belangt; meist versuchten die Behörden die Vorfälle zu vertuschen. Die Opfer hatten alle einen Migrationshintergrund, oft waren sie Geflüchtete und/oder hatte eine dunkle Hautfarbe. Auf diesen Umstand machte die Verdi-Betriebsgruppe des Uniklinikums Essen am Dienstag in einem Redebeitrag aufmerksam, als sie eine Kundgebung in Solidarität mit den Protesten in den USA abhielt. Die Rede legt sehr gut die sturkturellen Ursachen für Rassismus im Kapitalismus offen. (Der Redebeitrag ist hier nachzuhören:

Wie die WAZ berichtet, nannte die Rednerin auf Nachfrage auch Fälle rassistischer Polizeigewalt in Essen, von denen wir seit Monaten immer wieder über die sozialen Medien erfahren. Daraufhin ver-suchten CDU und Polizeisprecher, einen Shitstorm gegen die Verdi-Aktiven loszutreten. Rassismus gebe es bei den Behörden nicht, behaupten sie pauschal. Das ist absurd, wie die oben angeführten Fälle beweisen und auch wissenschatliche Erhebungen sei tJahren immer wieder belegen.Es ist das Verdienst der Verdi-Aktiven des UK Essen, diese Sachverhalte angesprochen, die Ursachen benannt und Änderungen eingefordert zu haben. Die Angriffe konservativer Politiker und der Polizei-Lobby sind ein Beleg dafür, dass die Aktion den Finger auf die richtige Stelle gelegt hat.
Als Duisburger Netzwerk gegen Rechts  und Duisburg-stellt-sich-quer solidarisieren wir uns mit den Kolleginnen und Kollegen des Klinikums, die in Zeiten von Corona und trotz der bekannten Belastungen, die im Pflegebereich seit Jahren vorhanden sind, ein starkes Zeichen der Solidarität mit allen Opfern von Rassismus in Deutschland und weltweit gesetzt haben!

Duisburg, den 14.06.2020

 

 

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