Weniger Ärzte, hohe Gewinne Helios, die größte private Krankenhauskette in Deutschland, baut Stellen für medizinisches Personal ab und nutzt gleichzeitig schlau die Corona-Staatshilfen.

Anfang Dezember rollt die zweite Welle der Pandemie über München hinweg. Seit Wochen liegt die Inzidenz über 200, die Intensivstationen der Krankenhäuser müssen mehr und mehr Covid-19-Patienten aufnehmen. Verzweifelt wenden sich 20 Ärzte und Ärztinnen des Helios Klinikums München West an ihren Geschäftsführer.

“Zeitdruck und Unterbesetzung führen zur Unmöglichkeit essenzieller Diagnostik, Fehler häufen sich”, schreiben sie dem Manager am 1. Dezember 2020. Das Wohl der Patienten sei gefährdet. “Wir befinden uns im Notbetrieb”, und dieser sei “nur noch durch ein unzumutbares Ausmaß an Überstunden der Ärzteschaft” zu bewältigen. Den Dienstplan könnten die Klinikärzte “noch nicht einmal bei einer Krankenquote von null Prozent” füllen. “Bitte betrachten Sie dieses Schreiben daher auch als Gefahrenanzeige”, schließen die Ärzte. Ihr Brief liegt der ZEIT vor.

War der Notruf der Ärzte der Pandemie geschuldet? Oder offenbart sich in diesen Wochen der Krise nur besonders krass, wie Helios-Kliniken geführt werden? Von ihnen gibt es 89 Stück. Helios ist die größte private Krankenhauskette in Deutschland. Und diese gehört wiederum zum Gesundheitskonzern Fresenius, dessen Aktien im wichtigsten deutschen Aktienindex Dax enthalten sind.

weiter unter: https://www.zeit.de/2021/20/helios-kliniken-corona-hilfen-stellenabbau-krankenhauskette-patienten

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