Archiv des Autors: Netzwerk gegen Rechts

8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus:

“Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind. Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie vorbereiten, nicht die Hände gebunden werden.!”
Bertholt Brecht

Schwur von Buchenwald

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Auf die Straße gegen Kapitalismus und Nazis Demonstrationen von Gewerkschaftern, Antifaschisten und radikalen Linken in vielen Städten. Wenige Teilnehmer bei Aufmärschen von Neofaschisten

“In verschiedenen Städten kam es am 1. Mai auch zu Protesten von Antifaschisten und anderen Nazigegnern. In Duisburg protestierten Tausende Menschen gegen einen Aufmarsch der faschistischen Splitterpartei »Die Rechte«, die trotz landesweiter Mobilisierung nur rund 250 Personen für ihre neuerliche Provokation mobilisieren konnte. Im sächsischen Plauen gelang es Gegendemonstranten kurzzeitig, mittels einer Sitzblockade den Aufmarsch der faschistischen Partei »Der III. Weg« zu blockieren. Auch an diesem Aufmarsch beteiligten sich deutlich weniger Neonazis als zuvor angenommen. Allerdings durften die Teilnehmer mit Erlaubnis der Stadt mit Fackeln aufmarschieren. Zu weiteren Aufmärschen von extrem Rechten, etwa der NPD, kam es unter anderem in Dresden. Antifaschisten, die in Erfurt versuchten, gegen den Wahlkampfauftakt der AfD-Ost-Landesverbände zu protestieren, wurden von der Polizei mittels Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatzes abgedrängt. Übergriffe der Beamten soll es auch in anderen Städten gegeben haben.

In Nürnberg beteiligten sich 1.500 Menschen an der traditionellen DGB-Demonstration; die dortige »Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration« zog mit über 3.000 mehr als doppelt so viele Teilnehmer an.

In Essen setzten sich etwa 70 Mitglieder einer linken Gruppe an die Spitze der DGB-Demonstration. Sie warfen dem DGB einen sozialpartnerschaftlichen Kurs und fehlende Kritik an dem »kapitalistischen Staatenbündnis« EU vor. Nach einer entsprechenden Aufforderung von DGB-Ordnern räumten sie den Platz an der Demospitze. Trotz großspuriger Ankündigungen im Vorfeld versuchte der Essener AfD-Politiker Guido Reil, der zuvor 26 Jahre Mitglied der SPD war, nicht, sich an der DGB-Demonstration zu beteiligen.”

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