Archiv der Kategorie: Termine

Samstag, 15.04.2017 10:30 Duisburg Ostermarsch Ruhr 2017 –

Auftaktkundgebung „Die Waffen nieder!“: 10.30-12 Uhr, Kuhstr. Ecke Kuhlenwall, Redner: Horst Schmitthenner (ehem. Vorstandsmitglieder IG Metall), Musik: Fresh Game, anschl. Demo zum Averdunkplatz (13 Uhr),

Nein zu Krieg und Terror!
Nein zur weiteren Aufrüstung Deutschlands und der EU!
Wir brauchen eine neue Politik!

Weiterlesen

‘Bis zum letzten Tropfen – die palästinensische Wasserkrise’ Vortrag mit dem Hydrologen Clemens Messerschmid – 23. Nov. (Mi), 19.30 Uhr Mülheim an der Ruhr

Unser diesmaliger Gast ist der in Ramallah lebende Hydrologe Clemens Messerschmid, der seit fast 20 Jahren in Palästina lebt und arbeitet.
Neben seiner Tätigkeit in lokalen und internationalen Projekten zur Erkundung, Erschliessung und Nutzung der örtlichen Grundwasserressourcen, arbeitet er in der Projektplanung und Evaluierung. Er gilt als ausgesprochener Fachmann für hydropolitische Analysen im Nahen Osten.

In den Debatten über den palästinensischen und israelischen Wasserkonsum wird meist so getan, als stünden sich hier zwei gleichberechtigte Partner gegenüber. Dabei wird der Zugang zu Wasser ganz und gar von der israelischen Besatzung mithilfe von Militärerlassen kontrolliert, seit dem Beginn der Besatzung im Jahr 1967.

Israel beansprucht nicht etwa nur das meiste Wasser für sich – es beansprucht die vollständige Kontrolle über das gesamte Wasser der Palästinenser.
Den Palästinensern ist nicht nur verboten, die Wasserreservoire unter ihrem eigenen Land anzubohren und zu nutzen. Es ist ihnen auch verboten vorhandene, alte Brunnen und Wasserleitungen in eigener Regie zu reparieren.
Israel verbietet den Palästinensern dazu nicht nur die Nutzung des Grundwassers, sondern verbietet auch das Sammeln von Oberflächenwasser und sogar von Regenwasser.
In der Folge müssen die Palästinenser ihr Wasser – das Israel unter ihren Füssen abpumpt – von Israel teuer zurückkaufen. Und für diese Grosszügigkeit klopfen sich die Verantwortlichen in Israel in ihren Publikationen auch noch auf die eigene Schulter.

Dabei gehört die Region nicht zu den von Natur aus besonders trockenen Gegenden der Welt. Die Wasserknappheit in Palästina ist keine üble Laune der Natur. Sie wird von Israel erzeugt und ist politisch gewollt, um die palästinensische Ökonomie und Gesellschaft zu schädigen. Durch das stillschweigende Dulden dieser untragbaren Situation tragen auch Geberländer wie Deutschland zu der empörenden Wasserkrise in Palästina bei.

Dieser Aspekt der israelischen Besatzung ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Erst ein Nachrichtenbeitrag aus dem August 2016 in der ARD-Tagesschau, in dem auch Clemens Messerschmid interviewt wurde, machte diesen Misstand bundesweit bekannt.
Die Freunde Israels reagierten darauf wie üblich mit Drohungen, Ablenkungsmanövern und Fälschungen aus der Feder israelischer Wasserexperten.

23. Nov. (Mi), 19.30 Uhr ;45478 Mühlheim a. d. Ruhr im Gemeindehaus Kolo / Koloniestr. 41

http://dpg-netz.de/index.php?option=com_events&task=view_detail&agid=694&year=2016&month=11&day=23&Itemid=57